Posts Tagged ‘Beitragssatz’

Private Krankenversicherung Billigtarife in der Kritik

Wednesday, July 27th, 2011

Auf Werbebannern und in Emails wird teilweise damit geworben, dass man in eine private Krankenversicherung wechseln und sich dort schon für z.B. 59,- oder 89,- Euro monatlich versichern könne.

Auf diese Art wäre der Versicherte in der Lage, jährlich tausende Euro zu sparen. Seriöse Fachleute, Vermittler und Berater distanzieren sich von solchen Werbemethoden, kritisieren Billigtarife und klären Interessenten auf:

Monatsbeiträge dieser geringen Höhe basieren auf seltenen Sonderfällen und Rechentricks, sind für kaum jemanden tatsächlich erhältlich und bieten keinen nennenswerten Leistungsvorteil gegenüber gesetzlichen Krankenversicherungen. Solche Tarife haben sogar Nachteile gegenüber der GKV.

In die PKV wechseln aus Geldnot?

Die Wahrheit ist: PKV Tarife können zwar preisgünstiger sein als alternativ zu zahlende Krankenkassenbeiträge, das gilt jedoch besonders für Versicherte mit relativ hohem Einkommen, die nicht mehrere junge Kinder haben oder zu bekommen planen.

Wer sich trotz eines relativ geringen Einkommens privat versichern darf und mehrere junge Kinder hat, ist in einer gesetzlichen Krankenversicherung oft besser aufgehoben als in einem privaten Einsteiger- bzw. Billigtarif.

Aus Geldnot sollte man nicht von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln, denn die größte Stärke der PKV sind Ihre invididuell anpassbaren, hochqualitativen, modernen medizinischen Leistungen, die man für 59,- Euro Monatsbeitrag sowieso nicht erhält.

Nachteile von PKV Billigtarifen

So warnt auch das Ratingunternehmen Franke & Bornberg in einer aktuellen Veröffentlichung vor den billigen “Einsteigertarifen”:

Patienten bekommen keine Leistung, wenn sie eine ambulante Psychotherapie benötigen, auch Rehas und Kuren sowie künstliche Befruchtungen und Heilpraktiker-Behandlungen werden nicht bezahlt. Und die üblichen Bestimmungen für Zahnersatz gelten nicht.

In solchen Tarifen besteht kein Spielraum, Leistungen aus Kulanz zu erstatten. Zudem sind wegen der knappen Kalkulation künftig überdurchschnittliche Beitragssteigerungen nicht auszuschließen.

Das Optimimum ist ein individueller Kompromiss

Letztlich muss sich der Versicherte gut beraten entscheiden, welcher der drei Aspekte “Leistung”, “anfänglicher Monatsbeitrag (und Selbstbeteiligung)” sowie “Beitragsstabilität” ihm beim Krankenversicherungsschutz wie wichtig ist, denn:

Die besten Versicherungsleistungen gibt es natürlich nicht in den billigsten Tarifen. Die momentan billigsten Tarife sind höchstwahrscheinlich nicht die zukünftig beitragsstabilsten. Ein Wechsel des Tarifs kann nach neu hinzugekommen gesundheitlichen Problemen schwer oder unmöglich werden.

Gesunde Skepsis ratsam

Deshalb muss der ehrliche Ratschlag lauten: Finger weg von Angeboten, die mit Monatsbeiträgen von unter 100,- Euro für eine private Krankenversicherung werben! Und Vorsicht bei PKV-Tarifen mit Monatsbeiträgen deutlich unter 200,- Euro, denn dort sind hohe Selbstbeteiligung, relativ geringer Leistungsumfang, wenig Kulanzbereitschaft und überdurchschnittliche Beitragssteigerungen zu erwarten.

Um einen für Sie individuell guten PKV-Tarif zu finden, lassen Sie sich unbedingt von seriösen und möglichst unabhängigen Experten beraten. Legen Sie gesunde Skepsis an den Tag und wenn etwas zu gut klingt, versuchen Sie es durch weitere eigene Recherchen zu überprüfen.

Handlungsunfähig durch Zögern

Die Entscheidungen für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung, für einen konkreten Tarif und die damit zusammenhängenden Gestaltungsmöglichkeiten, wie die Höhe der Selbstbeteiligung, haben langfristige Folgen für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel. Sie sollten darum gut informiert getroffen werden.

Zögern Sie nur nicht zu lange damit, sich zu informieren, beraten zu lassen, sich zu entscheiden und — wenn sinnvoll — einen Wechsel zu machen. Sonst können Ihnen neu hinzugekommene Diagnosen die Möglichkeit nehmen, noch etwas an Ihrer Krankenversicherung zu ändern.

Mit möglicherweise sogar schwerwiegenderen Folgen als der Wechsel in einen Tarif, der vielleicht nicht alle Ihre Wünsche gleichzeitig optimal erfüllt, aber für Sie besser ist als Ihr bisheriger (und dann leider nicht mehr zu ändernder) Versicherungsschutz.

Beiträge anderer Websites zum selben Thema:
Chat Private Krankenversicherung, Billigtarife: Expertin antwortet – test.de
Krankenversicherung für 59 Euro – verbraucherschutz.tv
Private Krankenversicherungen: Experten warnen vor Billigtarifen – tarifcheck24.com
PKV: Franke & Bornberg warnt vor Billigtarifen – private-krankenkasse-pkv.de
DKV: Keine Billigtarife mehr – krankenversicherung-experte.com

GKV Zusatzbeiträge trotz Hartz IV

Wednesday, February 2nd, 2011

Bisher mussten Empfänger von Hartz IV Zusatzbeiträge Ihrer Krankenkasse komplett selbst bezahlen. In besonderen Härtefällen wurden die Zusatzbeiträge von den Arbeitsagenturen übernommen. Seit 1. Januar 2011 haben sich die gesetzlichen Regelungen diesbezüglich verändert.

Nun ist für gesetzlich versicherte Leistungsempfänger, nicht mehr nur der tatsächliche Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse von Bedeutung, sondern auch der durchschnittliche Zusatzbeitrag.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird jedes Jahr von der Bundesregierung auf Basis der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesetzlichen Krankenkassen festgelegt. Bei Hartz-IV-Empfängern übernimmt der Gesundheitsfonds der Bundesregierung die Zahlung an die Krankenkasse.

Ist der tatsächlich erhobene Zusatzbeitrag der Krankenkasse höher als der durchschnittliche Zusatzbeitrag, erhält die Krankenkasse keinen Ausgleich für die entstandene Differenz. Für das Jahr 2011 wurde ein durchschnittlicher Zusatzbeitrag von null Euro beschlossen, was dazu führt, dass die Krankenkassen die einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern verlangen, keinen Anteil vom Gesundheitsfonds erhalten.

Im Zuge der aktuell Gesundheitsreform 2011 wird es den Krankenkassen ermöglicht, diese ausstehende Differenz durch eine entsprechende Satzungsänderung von betroffenen Versicherungsnehmern einzufordern. Damit sind Leistungsempfänger verpflichtet, den Fehlbetrag aus eigener Tasche zu zahlen.

Private Krankenversicherung – Wechsel nach Tariferhöhung

Thursday, December 2nd, 2010

Stethoskop

Gesundheitsreform schwächt GKV - Bild: Birgit Reitz-Hofmann

Versicherungsnehmer in der privaten Krankenversicherung (PKV) fürchten bevorstehende Erhöhungen Ihrer Beiträge. Bei einer Erhöhung der Beiträge haben Versicherte jedoch die Möglichkeit, von ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch zu machen und in eine andere Gesellschaft zu wechseln oder eine Beschwerde einzureichen.

Einige der privaten Krankenversicherungen erhöhen 2011 ihre Beiträge. Fachleute gehen davon aus, dass die Versicherten die anstehenden Beitragserhöhungen nicht ohne weiteres hinnehmen werden und ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Weiterhin wird 2011 aufgrund der Änderungen der Gesundheitsreform erwartet, dass die Anzahl der privat versicherten stark ansteigt. Im Zuge der Gesundheitsreform wurde eine Vielzahl an Maßnahmen beschlossen, welche die privaten Krankenversicherungen stärken.

Es werden z.B. die Arzneimittelrabatte welche bisher den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vorbehalten waren, nun auch den privaten Krankenversicherern zugänglich gemacht. Des Weiteren wird der Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in die private Krankenversicherung durch den Wegfall der 3-Jahresfrist stark vereinfacht. Arbeitnehmer können nun bereits ab Januar in die private Krankenversicherung wechseln, sofern Sie in 2010 ein Jahresgehalt von 49.950 Euro erwirtschaftet haben. Zudem wird den gesetzlichen Krankenkassen untersagt Zusatzversicherungen anzubieten. Trotz der dadurch zu erwartenden Mehreinnahmen und Kostenreduzierungen bei der PKV, werden einige Versicherer ihre Beiträge zum Jahreswechsel erhöhen.

Wer mit den Erhöhungen nicht einverstanden ist, kann sich beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung beschweren. Zudem haben alle Versicherungsnehmer, deren Tarife erhöht werden, die Möglichkeit von ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch zu machen und die Versicherung oder den Tarif zu wechseln.

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen sich von den Änderungen der Gesundheitsreform benachteiligt. Beitragserhöhungen, Zusatzbeiträge und die deutlich vereinfachte Möglichkeit für einen Wechsel in die private Krankenversicherung, könnten einen enormen Verlust an Mitgliedern mit sich bringen. “Die Anbebung der Beitragssatzes um 0,6 % sei nicht erforderlich gewesen, wenn man sich vorab auf ein engagiertes Sparpaket geeinigt hätte” argumentierte der GKV-Spitzenverband.

Quelle: www.gesundial.de

Gesundheitsreform soll gestoppt werden

Wednesday, October 27th, 2010

Mit einem Antrag im Bundesrat wollen 8 Bundesländer, in denen die SPD an der Regierung beteiligt ist, die von der Bundesregierung geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kippen.

In dem Antrag von Brandenburg, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden unter anderem eine gleichmäßige Finanzierung der Gesundheitskosten durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer gefordert und „unsoziale Kopfpauschalen“ abgelehnt. [Quelle: Aerzteblatt.de/DAPD]

Die Bundesregierung hatte Ende September umstrittene Neuregelungen zur Finanzierung des Gesundheitswesens auf den Weg gebracht. Das Kabinett verabschiedete den Entwurf eines GKV-Finanzierungsgesetzes (Kabinettsbeschluss des GKV-Finanzierungsgesetzes, GKV-FinG) von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP).

Krankenversicherung 2011

Kernpunkte sind die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes auf 15,5 Prozent ab dem Jahr 2011, umfangreiche Sparmaßnahmen sowie die Einführung von Zusatzbeiträgen allein für die Versicherten. Diese können die Krankenkassen in Zukunft theoretisch in unbegrenzter Höhe verlangen. Damit sei der Einstieg in ein System einkommensunabhängiger Beiträge erreicht, betonte Rösler. [Quelle: Aerzteblatt.de]

Private Krankenversicherungen erhalten auf Wunsch der Koalition ein Monopol auf privat zu versichernde Zusatzleistungen. Den gesetzlichen Krankenkassen ist es verboten, mit den Privaten im Wettbewerb zu stehen.

Angestellte, die gut verdienen, werden künftig wieder schon nach einem Jahr (anstatt nach drei Jahren) Wartezeit zu einem privaten Versicherer wechseln und so der Solidargemeinschaft den Rücken kehren dürfen. Außerdem sollen im kommenden Jahr Besserverdiener bereits ab einem Jahresbrutto von 49.500 Euro das Solidarsystem der Kassen verlassen können. Derzeit liegt die Grenze bei 49.950 Euro. [Quelle: Focus.de]

Kopfpauschale mit Sozialausgleich

Ein Sozialausgleich erfolgt erst, wenn der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ zwei Prozent des Brutto-Einkommens übersteigt. Für einzelne Versicherte kann der Zusatzbeitrag also durchaus höher als zwei Prozent liegen, wenn seine Krankenkasse einen Beitrag benötigt, der über dem Durchschnitt der anderen Kassen liegt. Bei Kassen mit vielen älteren oder gering verdienenden Mitgliedern wird dies erfahrungsgemäß am ehesten der Fall sein.

Gesundheitsminister Rösler hat wiederholt erklärt, man könne ja die Kasse wechseln, wenn der Zusatzbeitrag zu hoch werde. Er verschwieg, dass Versicherte in solchen Fällen für mindestens drei Jahre an ihre Kasse gebunden sind. Die bislang üblichen Wechselmöglichkeiten entfallen.

Auch Arbeitslose müssen die Kopfpauschale entrichten, wenn sie Arbeitslosengeld I erhalten, also in der Regel weniger als ein Jahr arbeitslos sind. Bei den Empfängern von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) soll die Kopfpauschale wie der Sozialausgleich aller Versicherten aus Steuermitteln bestritten werden.

Wer den Zusatzbeitrag nicht bezahlt, muss mit einer Strafe rechnen. Das Gesetz erlaubt den Krankenkassen, einen „Säumniszuschlag“ von mindestens 30 Euro zu erheben. Die Höchststrafe liegt beim Dreifachen des Zusatzbeitrages, das sind bis zu 225 Euro.

Vorbild Niederlande?

Angeblich soll die Einführung der Kopfpauschale für mehr Wettbewerb zwischen den Kassen sorgen. Nach den neoliberalen Vorstellungen des FDP-Gesundheitsministers sollen dadurch die Ausgaben begrenzt werden. Doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, wie ein Blick über die Landesgrenze belegt.

In den Niederlanden, wo die Finanzierung der Gesundheitsausgaben schon vor vier Jahren auf Kopfpauschalen umgestellt worden ist, sind die Ausgaben dennoch stärker gewachsen als in Deutschland. Die Krankenversicherungen in den Niederlanden reagierten darauf mit steigenden Kopfpauschalen. Inzwischen sind 80 Prozent der Versicherten auf staatliche Unterstützung angewiesen, weil sie sich die Prämien anders nicht leisten können.

Ärzte und Krankenhäuser müssen sparen

Der Entwurf der Bundesregierung sieht außerdem für Kliniken und Ärzte verdeckte Kürzungen vor, die vor allem zu Lasten der Beschäftigten in den Kliniken und der Patienten gehen werden. Da auch die Ausgaben bei so genannten „extrabudgetären Leistungen“ gedrosselt werden, sind Einschränkungen bei der Gesundheitsversorgung und die Rationierung von medizinischen Leistungen vorprogrammiert.

Denn zu den „extrabudgetären Leistungen“ zählen beispielsweise Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, ambulantes Operieren und die Dialyse. Auch bei den Zahnärzten sollen die Preissteigerungen 2011 um 20 Millionen Euro und 2012 um 40 Millionen Euro gekürzt werden. [Quelle: wsws.org]

Mediziner fordern Korrektur

Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bund Bundesverbandes (Bildquelle: marburger-bund.de)

Der Marburger Bund appelliert als Interessenvertreter der Mediziner an die Bundesregierung, Korrekturen im GKV-Finanzierungsgesetz vorzunehmen: “Die in der GKV-Finanzierungsreform vorgesehene Halbierung der Grundlohnrate für die Jahre 2011 und 2012 als Obergrenze für den Anstieg der Preise für akutstationäre Krankenhausleistungen und die Krankenhausbudgets von psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen ist willkürlich und unangemessen” sagte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes, gestern vor der öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zum GKV-Finanzierungsgesetz. [Quelle: verbaende.com]

Neue Belastungen für Kassenpatienten erwartet

Nach einer aktuellen Umfrage messen die Deutschen der anstehenden Gesundheitsreform hohe Bedeutung zu, obwohl sie deren Inhalte kaum kennen. Von 270 Befragten gaben 53 Prozent an, die Inhalte der Reform gar nicht oder nur teilweise zu kennen.

Dennoch trauten sie sich zu, die Effektivität der geplanten Maßnahmen zu bewerten. Nicht überraschend fällt die Einschätzung der Befragten darüber aus, welche Gruppen am stärksten von der Reform belastet werden. Erwartungsgemäß stehen hier die gesetzlich Versicherten an erster Stelle. [Quelle: pharmazeutische-zeitung.de]

Wer zahlt Honorarplus der Ärzte?

Thursday, October 7th, 2010
Philipp Rösler

Philip Rösler (FDP) Bildquelle: sueddeutsche.de

Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verkündet, dass die Erhöhung der Honorare der Kassenärzte die Versicherten nichts “zusätzlich” kosten wird. Das Honorarplus der Ärzte werde durch die Erhöhung der Versicherungsbeiträge von 14,9% auf 15,5% finanziert.

Nach Einschätzung von Minister Philip Rösler (FDP) wird die Erhöhung der Kassenarzt-Honorare die Versicherten nichts kosten. Im Deutschlandradio sage Rösler am Mittwoch, das Honorarplus werde aktuell nicht zu Mehrkosten für die Versicherten führen. Die anstehende Beitragserhöhung der gesetzlichen Krankenkassen von 14,9% auf 15,5% reiche zu Finanzierung aus.

Die gesetzlichen Krankenkassen würden nicht gezwungen einen weiteren Zusatzbeitrag zu verlangen, sagte Rösler. Von der Ärzteschaft erwarte er aber ebenfalls einen Sparbeitrag von 3,5 der ingesamt 9 Milliarden Euro, die eingespart werden sollten. Krankenkassen und Ärzte hatten sich am Dienstag in einem gemeinsamen Bewertungsausschuss auf ein Honorarplus von mehr als 1 Milliarde Euro geeinigt.

Krankenkassen die eine Nullrunde angestrebt hatten, wurden durch den unabhängigen Sachverständigen überstimmt. Der Spitzenverband hatte kritisiert, dass die Erhöhung der Honorare zu Lasten der Beitragszahler gehe.

Von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wird die von den Kassen genannte Summe von 1 Milliarde Euro angezweifelt. KBV-Chef Andreas Köhler sagte gegenüber dem TV-Sender n-tv: “Wir haben am gestrigen Tage eine Zuwachssituation geschaffen, die sich auf 675 Millionen beziffert und nicht auf eine Milliarde”. Dieser Betrag sei in der von Rösler vorgesehenen Beitragserhöhung berücksichtigt.