Immer noch viele Menschen ohne Krankenversicherung

11.7.2011

Trotz der im Jahre 2006 eingeführten Versicherungspflicht, haben mehr als 40.000 Bundesbürger in Deutschland immer noch keine Krankenversicherung. Vor der Einführung der Versicherungspflicht gab es in Deutschland etwa 200.000 Menschen ohne Versicherungsschutz. Nach in Kraft treten hat sich ein Großteil der Betroffenen in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert (ca. 150.000) und ein Teil entschied sich für die private Krankenversicherung (PKV). Die übrigen Bürger blieben ohne Krankenversicherungsschutz. Laut Caritasverband steigt in einigen Regionen Deutschlands die Zahl derer die keine Krankenversicherung besitzen.

Im Zuge der Änderungen in der Gesundheitsreform wurden die privaten Krankenversicherungen verpflichtet, Versicherungsnehmern den so genannten Basistarif anzubieten. Die Leistungen dieses Tarifs sind vergleichbar mit denen einer gesetzlichen Krankenversicherung. Für die Aufnahme in diesen Tarif ist keine Risikoprüfung/Gesundheitsprüfung erforderlich. Die privaten Krankenversicherungen sind verpflichtet jeden Antragssteller unabhängig von seinem Gesundheitszustand im Basistarif aufzunehmen. Die kosten des Basistarifs orientieren sich an der Höchstgrenze der Beitrags in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und liegen derzeit bei etwa 500 Euro im Monat. Derzeit sind etwa 9.000 Menschen im Basistarif der privaten Krankenversicherung versichert.

Bei der Suche nach der passenden privaten Krankenversicherung, steht eine Vielzahl an Angeboten verschiedener Versicherer zur Verfügung. Um bei der Vielfalt an unterschiedlichen Tarifen und Leistungen der Versicherungen nicht der Überblick zu verlieren, bietet sich ein private Krankenversicherung online Vergleich an. Damit lässt sich schnell und kostenlos ermitteln welche Tarife der PKV in Frage kommen. Erst nach sorgfältiger Prüfung sollte ein Wechsel der Krankenversicherung durchgeführt werden.

Bankraub statt Krankenversicherung

22.6.2011

R. J. Verone, ohne Krankenversicherung — Gefängnis als einzige Chance auf Behandlung

Herr Verone wusste, dass er medizinische Hilfe benötigt. Er spürte den Klumpen an der Brust, seine zwei kaputten Bandscheiben schmerzten unerträglich und sein linker Fuß machte Probleme. Er wusste, dass er als 59-jähriger Arbeitsloser ohne Ersparnisse und ohne Krankenversicherung in den USA keine angemessene ärztliche Versorgung bekommen kann.

Also fasste er einen Plan. Er verkaufte er seine Möbel, kündigte seine Wohnung und verbrachte ein paar Tage in einem Hotel, bevor er am 9. Juni in einem Taxi zu einer Bank fuhr.

Der Bankangestellten gab er einen Zettel: “Dies ist ein Banküberfall. Bitte geben Sie mir nur einen Dollar.” Dann sagte er: “Ich werde mich dort drüben hinsetzen und auf die Polizei warten.”

James Verone setzte sich, die Bank alarmierte die Polizei, die Beamten kamen und nahmen ihn fest. Er hatte sein Ziel erreicht.

Er wollte nicht möglichst viel Geld für gute Ärzte rauben: “Ich bin reingegangen und ich wollte ins Gefängnis.”

Häftlinge werden kostenlos medizinisch versorgt. James Verone hofft auf mindestens drei Jahre Haft.

Er sei kein politischer Mensch, hat aber eine Meinung zum Thema soziale Gesundheitsversorgung: Wenn es so etwas in den USA gäbe, würde er vermutlich nicht durch eine Trennwand in einem orangefarbenen Overall mit der Presse sprechen. “Wenn man seine Gesundheit nicht hat, hat man gar nichts.”

US-Präsident Barack Obama setzte im vergangenen Jahr eine Gesundheitsreform durch, doch laut einer aktuellen Umfrage sind noch immer etwa 16 Prozent der Amerikaner ohne Krankenversicherung.

Quellen:
Spiegel Online
PolitBloggger.eu

Interview (auf Englisch):

Sprossen als Quelle der Ehec Epidemie identifiziert

5.6.2011

Bildquelle: Grace Winter / pixelio

Nach neuesten Erkenntnissen scheint es wahrscheinlich, dass Sprossen die Quelle der Ehec-Epidemie mit bisher 18 Toten in Deutschland sind.

Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag aus Behördenkreisen. Eine Firma im Kreis Uelzen steht angeblich in Verbindung mit den zuletzt in Lübeck aufgetretenen Erkrankungen.

Bis Sonntag Nachmittag wurde der EHEC-Erreger in Sprossen allerdings labortechnisch nicht nachgewiesen, die Ergebnisse der Untersuchen betreffen soweit nur die Handelswege.

„Wir haben ein Produkt identifiziert, das an alle großen Ausbruchsherde von Ehec-Erkrankungen geliefert worden ist“, sagte Gert Hahne, der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums.

Quelle: FAZ

EHEC Infektionswelle: Suche nach Quelle und Heilung

31.5.2011

Die Infektionsquelle ist noch aktiv und unbekannt. Der lebensgefährliche Darmkeim EHEC HUSEC041 (O104:H4) verbreitet sich weiter.

Er ist aktuell deutschlandweit für mindestens 1400 Erkrankungen — etwa 350 davon mit der schweren Verlaufsform HUS, “hämolytisch-urämisches Syndrom” — und 15 Todesfälle verantwortlich.

Laut Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) ist die Infektionsquelle noch immer “aktiv”. Bahr rechnet mit steigenden Infektionszahlen und rief die Bürger zu weiterhin “größter Vorsicht” auf. Die Einhaltung von Hygienevorschriften sei der beste Schutz vor einer Ansteckung.

Die Krankheit hat eine Inkubationszeit von etwa 8 Tagen, so dass Erkenntnisse über den Verbreitungsgrad immer mindestens eine Woche rückblickend sind.

 

Quelle im Süden, Verbreitung in Norden?

Die meisten Infektionen gab es in Norddeutschland, speziell in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachen. Sachsen und Brandenburg sind die einzigen Bundesländer ohne gemeldeten EHEC Fall.

Nachdem ursprünglich Bio-Gurken aus Spanien Verdacht kamen, die gesuchte Quelle der Infektionswelle zu sein, wurde dieses inzwischen widerlegt. Zwar wurde auf den Gurken EHEC-Erreger nachgewiesen, allerdings nicht des Stamms Typ O104, der die aktuellen Erkrankungen ausgelöst hat.

Anders als es oft interpretiert wurde, warnte das Robert Koch Institut jedoch nicht ausdrücklich vor Gemüse aus Norddeutschland, sondern vor dem Verzehr roher Tomaten, Salatgurken und Blattsalate “insbesondere in Norddeutschland”.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung “empfiehlt derzeit weiterhin vorsorglich Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren. Diese Hinweise, die insbesondere auf in Norddeutschland erhältliche Ware abzielen, haben weiterhin Bestand, solange die Ermittlungen des Ausbruchsgeschehens andauern”.

 

EHEC Symptome

EHEC produziert Giftstoffe, die im Darm freigesetzt werden, wodurch es zu blutigen Durchfallerkrankungen kommen kann. Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und leichter, wässriger Durchfall. Bei schwerem Krankheitsverlauf treten blutiger Stuhl und schmerzhafte Bauchkrämpfe auf.

Durch die EHEC-Gifte kann es zu Blutarmut, Gefäßschädigungen und Nierenfunktionsstörungen kommen, die besonders bei Kindern unter Umständen tödlich verlaufen.

 

Hoffnung durch neues Medikament

Die schwersten Fälle von Ehec-Infektionen werden jetzt mit einer experimentellen Behandlung bekämpft. Nach ersten Versuchen zeigen sich die Mediziner optimistisch, dass der schon seit 2007 auf dem Markt befindliche Wirkstoff Eculizumab auch gegen den gefährlichen Darmkeim hilft. Eculizumab greift in das Immunsystem ein und hemmt die Zerstörung von Blutzellen.

Das renommierte Fachblatt “New England Journal of Medicine” veröffentlichte kürzlich einen Artikel über die experimentelle Therapie, die zunächst bei nur 3 Patienten eingesetzt wurde. Ihr neurologischer Zustand sei nach der Behandlung wieder völlig normal gewesen, die Nieren hätten einwandfrei gearbeitet.

 

Kein Wundermittel

Der sogenannte Antikörper Eculizumab wird seit knapp einer Woche in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eingesetzt, wo etwa 50 EHEC-Patienten die schwere Verlaufsform HUS haben.

Der Direktor der Abteilung für Nieren- und Hochdruckerkrankungen, Hermann Haller, sagte zu dem neuen Medikament: “Es nützt etwas, aber es ist kein Wundermittel.” Die bisherige Behandlungsdauer sei noch zu kurz, um eine eindeutige Stellungnahme abzugeben.

 

Quellen und Links:
Bild: So funktioniert der EHEC Keim
BildBlog: Panikmache in deutschen Landen
Robert Koch Institut: Häufung des lebensbedrohlichen, durch Bakterien verursachten HUS
Spiegel Online Wissenschaft: Neue Therapie weckt Hoffnung für Ehec-Patienten
New England Journal of Medicine: Complement Blockade in Severe Shiga-Toxin–Associated HUS
TAZ: Es hilft, ist aber kein Wundermittel
Illustration: geralt / PIXELIO

Neues Versorgungsprogramm “Knie und Hüfte”

30.5.2011
Knie

Foto: NatUlrich, fotolia

Versicherte, die eine private Krankenversicherung bei der Allianz haben, können künftig bundesweit bei Knie- oder Hüftgelenksopertationen ein aktuelles Angebot der GesundheitsLotsen nutzen.

Die Patienten werden im Zuge des Versorgungsprogramms “Knie und Hüfte” durch einen persönlichen Ansprechpartner von der Voruntersuchung bis zur darauf folgenden Anschlussheilbehandlung und Nachsorge betreut. Er organisiert Termine und Abläufe über den gesamten Behandlungsprozess.

Die Allianz übernimmt ebenfalls die Abrechnung mit den Kliniken. Allianz Vorstandsmitglied Christian Molt fügte noch hinzu: “Unsere Patienten können sich durch diesen Service ganz auf das Wesentliche konzentrieren, das Gesund werden. Sie haben die Sicherheit, eine erstklassige Behandlung zu erhalten und können sich bei Fragen jederzeit an ihren Betreuer wenden.”

Das Versorgungsprogramm “Knie und Hüfte” der Allianz GesundheitsLotsen® bietet den Versicherten exklusive Serviceleistungen, umfassende Betreuung und eine qualitativ hochwertige Versorgung – und das alles aus einer Hand.

Der Allianz GesundheitsLotsen-Service regelt Organisation und Abrechnung

Viele Privatpatienten stehen im Falle einer Operation vor einigen organisatorischen Herausforderungen. Es muss eine Klinik für die Operation gewählt werden, eine Reha-Einrichtung und die Behandlungstermine müssen abgestimmt werden. Anschließend geht es noch um die Rechnungsabwicklung. Gerade für jemanden der erkrankt ist, ist dies oft schwierig. Ein persönlicher Betreuer vor Ort nimmt den Patienten auf Wunsch diese Arbeiten ab und sorgt dafür, dass die Behandlung möglichst zügig ohne lange Wartezeiten stattfindet.

Gerade eine konstante Behandlungskette mit aufeinander abgestimmter Voruntersuchung, Operation und Anschlussbehandlung ist für eine vollständige, schnelle Genesung von großer Bedeutung. Zudem entlastet das Versorgungsprogramm die Versicherten bei der Koordination und Abrechnung. Die Leistungen werden von den Ärzten und Krankenhäusern direkt mit der Versicherung abgerechnet. Dies ist ebenfalls eine enorme Erleichterung für die Versicherten, die sonst eine Vielzahl an Einzelrechnungen erhalten haben, für die sie in Vorleistung gehen mussten. “Dieser umfassende Service der GesundheitsLotsen® ist derzeit einzigartig in Deutschland.” ergänzt Christian Molt.

Die Allianz Private Krankenversicherung kooperiert derzeit mit fünf renommierten Kliniken
Aufgrund der Kooperationen können Versicherte der Allianz das Versorgungsprogramm “Knie und Hüfte” in ganz Deutschland in Anspruch nehmen. Partner sind die Orthopädische Chirurgie München (OCM), die Sana Kliniken Solln Sendling, die Vulpius Klinik in Bad Rappenau, die Schön Klinik Neustadt, die Raphaelsklinik Münster und das Braunschweiger Herzogin Elisabeth Hospital. Diese Kliniken sind spezialisiert auf die jeweiligen Fachgebiete und können dies mit konkreten Zahlen nachweisen.

Das Versorgungskonzept GesundheitsLotsen® beinhaltet neben “Knie und Hüfte” weitere Programme wie z.B.:

  • Das Gesundheitstelefon
  • Der Patientenbegleiter
  • Das Diabetesprogramm
  • Das Herzinsuffizienzprogramm
  • Patienteninformationen
  • Der Notruf-Service Ausland
  • Kooperation mit Zahnlabors
  • Der Pflege-Service
  • Das Hilfsmittel-Management

Quelle: ddp